Hawaii & More - Reiseinformationen und Tipps über traumhafte Reiseziele


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Big Island - Die größte und jüngste Hawaii-Insel

Hawaii > Hawaii-Inseln


Big Island

Nickname: Big Island
Blume: Red Lehua
Farbe: Rot
Hauptstadt: Hilo
Größe: 4.028 sq. miles
Länge: 93 miles
Breite: 76 miles
Population: 137.531
Höchster Punkt: Mauna Kea (13.796 ft)
Küstenlinie: 266 miles





Big Island ist mit 10.450 km² nicht nur die größte der Hawaii-Inseln, sondern auch die beeindruckendste. Ihr Mauna Loa, der gewaltigste Berg der Welt, misst von seiner Basis am Meeresboden 9.150 m und wächst noch immer. Der höchste Gipfel, der Mauna Kea, ist oft schneebedeckt und man kann sogar Skifahren!

Landkarte von Big Island
Bild von Big Island's Ostseite

Obwohl Big Island die größte Insel ist, leben hier nur etwa 10 % der Bevölkerung. Im Vergleich zur Größe der Insel verfügt Big Island über weniger breite Strände, die Berggipfel sind die höchsten und die Berge reichen teilweise bis dicht an die Küste heran. Landschaftlich gesehen ist die Insel sehr vielfältig. In den Bergen gibt es oft Schnee, die Ostküste ist relativ regenreich, im Süden gibt es sogar ein Wüstengebiet und der Norden ist fruchtbares Farmland. Bademäßig ist die windgeschützte Westseite wohl am einladendsten mit ihren schönen Stränden.


Der Tourismus hat sich auf Big Island in den letzten 20 Jahren erst langsam entwickelt. Die Insel ist geprägt von der Vieh- und Landwirtschaft. Hier sind auch die berühmten
Paniolos (Cowboys) zu finden. Neben den Farmen ist noch der Zuckerrohranbau und die Kaffeeproduktion wichtig. Hier wird der berühmte Kona Kaffee angebaut. Übrigens das einzige Kaffeeanbaugebiet der USA. Über 5000 Farmen produzieren hier eine jährliche Ernte von 900.000 kg. In der ersten Novemberwoche wird daher der exklusive Kaffee mit dem Kona Coffee Cultural Festival gefeiert.

Im Oktober findet in Kailua-Kona noch ein berühmtes Spektakel statt: Der Ironman Triathlon. Bei dieser irren Herausforderung müssen die über 1000 Teilnehmer 3,8 km schwimmen, 180 km radeln und noch kurz mal eben 42 km laufen. Na, wer's mag...

Verkehrsmäßig kann man alles ohne Probleme gut erreichen. Die Straßen rund um die Insel sind gut ausgebaut. Jedoch sollte man, wegen der Größe der Insel, für eine Rundfahrt etwas mehr Zeit einplanen. Da die meisten Einwohner in Kailua-Kona und Hilo leben und dort auch die meisten Hotels stehen, konzentrieren sich die Ausgangspunkte für sämtliche Touren auf diese beiden Städte. Kailua-Kona gilt als das Touristenzentrum. Früher war es ein kleines Fischernest, hat sich aber bis heute den gewissen Charme erhalten.

Interessant zur Besichtigung in Kailua-Kona ist der Ahuena Heiau, eine alte Tempelanlage, die King Kamehameha dem Gott Lono geweiht hatte. Der Tempel mit seinen Grashütten und großen Holzstatuen war teilweise verschüttet, ist aber wieder originalgetreu restauriert worden.

Etwas nördlicher des Städtchens befindet sich die Grabstätte King Kamehamehas I.. Allerdings sind dort seine sterblichen Überreste gar nicht aufbewahrt. Traditionsgemäß sind diese an einen nicht bekannten Ort verbracht.

Fährt man den Highway Richtung Süden, der Kona Coast entlang, erreicht man nach ca. halbstündiger Fahrt die Kealakekua Bay (Napo'opo'o Rd.), an der das Captain Cook Monument steht, der hier 1779 ermordet wurde.


In der nächsten Bucht, der
Honaunau Bay, ist der Pu'uhonua O Honaunau National Historical Park (Hwy 160, nahe Hawaii Belt Rd. - Hwy 11) zu besichtigen. Es ist die größte, über 2 ha große, Tempelanlage, die als Zufluchtsort von Gesetzesbrechern galt. Durch das kapu-System war es z.B. Frauen verboten, eine Banane zu essen oder den Schatten des Häuptlings zu berühren. Solche Verstöße wurden mit dem Tode bestraft, es sei denn, der Verbrecher erreichte noch rechtzeitig einen pu'uhonua.


Es geht weiter, den Highway, Richtung Süden. Die Umgebung hier ist geprägt von Kaffeeplantagen. In Napoopoo kann man sogar eine Rösterei besichtigen.

Ka Lae (S Point Rd., nahe Hwy 11, 6 Meilen westl. von Hai'ohinu) ist der südlichste Punkt, nicht nur Big Islands und Hawaiis, sondern auch der USA. Eine Besonderheit ist der Punalu'u Beach Park (nahe Hwy 11, 5 Meilen südwestlich von Pahala), mit seinem feinen schwarzen Sandstrand.

Der Haleamaumau Overlook auf Big Island

Den Highway 11 weiter, jetzt bergauf, kommt man - endlich - zum beeindruckendsten Teil der Insel, dem aktivsten Vulkan der Erde, dem Kilauea. Der Hawaii Volcanoes National Park umfaßt ca. 100.000 ha Fläche. Hauptattraktion sind die Kilauea Caldera und die wilde East Rift Zone. In der Kilauea Caldera gibt es einige längst erloschene Krater anzugucken, die zum Teil noch Schwefeldämpfe ausstoßen, wie zum Beispiel am Halema'uma'u Overlook zu erleben. Interessant ist auch der Thurston Lava Tube, ein Tunnel, der durch einen unterirdisch fließenden Lavastrom zurückblieb. Im Tunnel führt ein Weg durch einen Farnenhain.

Der gegenwärtige Ausbruch fand 1983 statt und dauert immer noch an. Er produziert einen langsamen Lavafluss, der zum Glück aber keine Bedrohung für die Besucher darstellt. Man kann sogar sehr nahe an einen Lavastrom rangehen. Auf den Bildern sieht man, wie die Lava langsam und gemächlich ins Meer abfließt und dabei zischt und raucht es gewaltig. Hier geht es nicht mehr weiter. Und etwa 32 km von der Küste entfernt entsteht die neue Insel Lo'ihi.


Der Lavastrom des Kilauea trifft ins MeerGlühende Lava im Boden zu sehenDas Ende des Kilauea-Lavastroms am MeerErkaltete Lava auf dem Kilauea

Auf dem Bild mit der glühenden Lava beträgt der Abstand gerade mal so ca. 10 cm. Die Glut ist in der Mitte des Bildes als winzig kleiner roter Fleck leicht sichtbar. Man läuft direkt darüber hinweg. Manchmal sieht man es gar nicht mal gleich auf den ersten Blick, über welche gefährlichen Dinge man da so sorglos darüber hinwegtrampelt.

Natürlich ist es schon etwas unheimlich und so ganz geheuer kommt einem das Ganze auch nicht vor. Man muss über die erstarrte und "erkaltete" Lava laufen, um dann einen noch aktiven fließenden Strom zu sehen. "Erkaltet" ist allerdings leicht übertrieben, denn man spürt durch die Schuhe doch sehr gut, dass es recht warm dort ist und ringsum knistert es. Je weiter man an die Ausbruchstelle kommt, umso stärker und unerträglicher wird die Hitze. Insgeheim hofft man schon, daß es Pele, der Vulkangöttin, nicht gerade jetzt einfällt, ausgerechnet dort, wo man läuft, Unsinn zu machen.

Die aktuellsten Bilder vom Kilauea kann man hier bewundern:
Kilauea

Der nächste größere Ort, in den man kommt, ist dann Hilo. Hier leben nur ca. 38.000 Einwohner, aber angesichts der großen Werften, Fischfabriken und der Universität gilt Hilo als die zweitwichtigste Stadt Hawaiis. Es fehlt allerdings die Hektik, wie sie in Honololu herrscht.

Hilo ist ein ziemlich feuchter Fleck, denn es regnet recht häufig hier. Überhaupt scheint die Stadt das Wasser magisch anzuziehen, denn sie wurde schon zweimal von Tsunamis heimgesucht und überflutet. Bis 17 m hohe Wellen haben 1946 sämtliche Strandgebäude herausgerissen und landeinwärts geschwemmt. 1960 haben gleich drei gewaltige Flutwellen hintereinander Hilo verwüstet.

Der Norden der Insel ist geprägt von Ranchen, Golfplätzen, kilometerlangen weißen Sandstränden und einiger luxoriöser Hotelanlagen. Im Lapakahi State Historical Park (Am Akoni Pule Hwy - 270, 12 Meilen nördl. von Kawaihae) bekommt man einen Einblick in den Alltag eines alten hawaiianischen Fischerdorfes. 500 Jahre lang war dieses Dorf bewohnt, bis die Bewohner es aufgrund des gesunkenen Grundwasserspiegels verlassen mussten.

In Waimea befindet sich das Parker Ranch Visitor Center. Hier erfährt man alles Wissenswerte über die Geschichte der paniolos (Cowboys) und der Familie Parker. Die Parker Ranch ist die größte private Ranch der USA, mit mittlerweile ca. 91.000 ha Land und ca. 50.000 Stück Vieh.

Um auf die beiden Riesen Mauna Loa und Mauna Kea zu gelangen, fährt man die Saddle Road, die durch die beiden Vulkane hindurch führt. Diese abenteuerliche Tour sollte man am besten mit einem Allradantrieb durchführen. Die Tour zum Mauna Loa führt einem bis zur Wetterstation in 3.350 m als dem höchsten Punkt, den man hier mit dem Auto erreichen kann. Wer gut zu Fuß ist, der wagt noch den vier- bis sechsstündigen Anstieg bis zum Kratergipfel in 4.169 m Höhe. Das Abenteuer zum Mauna Kea ist ähnlich gewaltig. Die Straße ist hier derartig steil, dass die Autos die 15-minütige Fahrt bis zum Onizuka Center for International Astronomy kriechend hinter sich bringen müssen. Das Besucherzentrum wurde übrigens nach dem in Kona geborenen Astronauten benannt, der 1986 bei der Explosion der Challenger umkam. Bis zum Gipfel ist es nochmal ein anstrengendes Stück Arbeit. Jedoch kann man die 10 km auch locker zu Fuß bewältigen. Vorausgesetzt, man ist ein leidenschaftlicher Wanderer. Der Panoramablick am Gipfel übertrifft allerdings alles, was man bisher gesehen hat.

Home | Hawaii | London | Kroatien | Australien | Venedig | Passau | Reisebilder | Reiseforum | Links/Impressum | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü