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Kroatien-Kolocep

Kroatien


Kolocep

Kalamota – Otok Znanja (The Isle of Knowledge)


Region - Ausdehnung - Beschreibung - Geschichte - Anreise - Infos

(Impressionen von unserer Reise nach Kolocep im Jahre 2010)





Region:

Kolocep ist die kleinste der 13 Elafitischen Inseln (Hirsch-Inseln), westlich davon erstrecken sich die Nachbarinseln Lopud und Šipan. Die Elafiten sind südwestlich von Dubrovnik gelegen.
Nur 25 Bootsminuten trennen Kolocep von Dubrovnik.

Ausdehnung:

Die Insel umfasst eine Fläche von gerade mal 2,35 km² und hat etwa 150 Einwohner. Es gibt zwei größere Ortschaften auf der Insel: Gornje Celo und Donje Celo. Die gesamte Insel ist autofreie Zone, die Straßen nur breit genug für Fußgänger, was sehr angenehm ist. Der höchste „Berg“ misst stolze 123 m.

Wegen der typischen dichten Mittelmeer-Vegetation mit wundervoll würzig duftenden Kieferwäldern, tropischen Palmen, Olivenbäumen, Orangen- und Zitronenbäumen, weithin leuchtenden Bougainvilleen in den privaten Gärten begleitet von dem lauten, aber beruhigenden Geräuschen der Zikaden war Kolo
èep schon immer gerne ein Ausflugsziel der Dubrovniker. Ein Paradies für alle Urlauber, die Ruhe und Natur suchen.



Beschreibung:


Donje Celo liegt in einer geschützten Bucht, die mehrmals täglich von der Jadrolinija-Linie mit dem Boot „Postira“ angefahren wird. In dieser Hafenbucht spielt sich sozusagen das ganze Leben der Insel ab.


Es gibt mehrere kleinere Restaurants (eins davon – Villa Ruža - etwas abgelegen am anderen Ende der Hafenbucht und preislich zwar etwas exklusiv, dafür aber sehr feine Küche), eine kleine Post, die sehr pünktlich öffnet und schließt, gleich daneben einen noch winzigeren Tante-Emma-Laden (der einzige auf der Insel) mit einer etwas mürrischen Ladenbesitzerin und ihrer betagten Mutter, die aber so ziemlich alles verkauft, was man sich vorstellen kann, und natürlich gibt es noch einen Souvenirladen mit allem möglichen an Kunst und Kitsch.

Die Insel beherbergt mehrere kleinere historisch alte Kirchen oder eher Kapellen, eine Schule, eine Ambulanz (wobei der Arzt aber nur 1x pro Woche auf der Insel ist – was man wissen sollte, wenn man einen Arzt mal kurzfristig benötigt) und nur ein einziges Hotel, Hotel Villas Koloc
ep.


Auf einer Inselkarte, die man vom Hotel zur Orientierung bekommt, sind mehrere Badestrände verzeichnet. Leider muss man dazu sagen, dass die Karte nicht mehr up-to-date ist, da Strände verzeichnet sind, die längst gesperrt sind. Der Strand Placet z. B. ist viel zu gefährlich und deshalb lange schon gesperrt. Eine Wanderung dorthin lohnt sich eigentlich nur wegen dem fantastischen Panorama.
Die beiden anderen Strände gleich gegenüber auf der anderen Seite der Insel, Uvala Don Gjivan und Uvala
Gronje Celo sind wahrscheinlich auch nicht jedermanns Geschmack, sehr steinig mit groben Kieseln und nicht sonderlich sauber, aber zumindest sind diese gut besucht und man kann in kristallklarem türkisfarbenem Meer baden.

An dem Weg zu dem bereits erwähnten exklusiven Restaurant Villa Ruža befindet sich dahinter ein FKK-Strand. Allerdings mit ziemlich steilen Felsen, da ist gutes Schuhwerk nicht verkehrt.
Aber wer überhaupt nicht so weit zum Baden gehen will, der findet natürlich auch direkt vor der Haustür vor dem Hotel den hoteleigenen Sandstrand.
In jedem Fall sollte man unbedingt Badeschuhe tragen, da es von Seeigeln nur so wimmelt und der Kontakt mit so einem spitzen Stachel böse enden kann (wie gesagt, Arzt ist nur 1x pro Woche vor Ort, das nächste Krankenhaus liegt in Dubrovnik).

Hotel:

Wie bereits erwähnt gibt es auf Kolocep nur ein einziges Hotel, das Hotel Villas Kolocep, mit 151 Zimmern, verteilt auf 8 einzelne Häuser (Villen). Jedes Zimmer hat einen eigenen kostenlosen Internetanschluss. Das Hotelrestaurant hat eine große strohbedeckte Terasse, mit einem grandiosen Blick über den Hafen und – den täglich wunderschönen Sonnenuntergang. Es gibt aber auch noch einen klimatisierten Innenbereich, in dem auch das tägliche Büffet aufgebaut ist, und einen kleineren Loungebereich für einen gemütlichen Ausklang des Tages.


Wer grad nicht im Meer baden will, der kann sich auch in den ziemlich großen Swimmingpool schwingen.
Damit keine Langeweile aufkommt, kann man sich mit Kajak, Boot und/oder Tauchausrüstung sportlich betätigen und die Insel von der Meerseite aus erkunden. Auch für Unterhaltung am Abend wird gesorgt, mehrmals wöchentlich finden Auftritte von Live-Musikern statt.
Das Hotel wird gerne von Familien oder Pärchen vorwiegend aus Frankreich, USA und England besucht. Wer also möchte, kann seine Sprachkenntnisse auch gleich ein wenig aufbessern.

Geschichte:

Kolocep wurde schon in der Antike besiedelt. Es gibt archäologische Funde aus der Zeit der Griechen und Römer sowie aus der napoleonischen Zeit. Bereits im 1. Jh. finden die Elafitischen Inseln in der „Naturalis historia“ von Gaius Plinius Secundus Maior Erwähnung.
In der Zeit der kroatischen Könige im 9. und 11. Jh. wurden sieben romanische Kirchen auf der Insel erbaut und Überreste von mittelalterlichen Wehrtürmen zeugen von einer stürmischen und kriegerischen Zeit.

Angeblich sollen zwei Männer von Kolocep stammen, die mit der Mannschaft auf der Santa Maria von Christoph Kolumbus gesegelt sind.

Die Villas Kolocep gehören einer gemeinnützigen Organisation namens Otok Znanja, die sich dem Erhalt und dem Schutz der Natur der Elafitischen Inseln verschrieben hat. Zu diesem Zweck organisiert Otok Znanja Fortbildungsseminare und Kurse auf Kolocep, um die Wirtschaft auf der Insel zu fördern, damit auch die Menschen dort das ganze Jahr über verbleiben und arbeiten können und nicht nach der Sommer- und Badesaison aufs Festland wegziehen müssen.

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Anreise:


Erreichbar ist Kolocep natürlich ausschließlich per Schiff, zum Beispiel mit der „Postira“ aus Dubrovnik
, die mehrmals täglich den Hafen in Donje Celo anläuft. Daneben kann man aber auch noch den Charter-Transfer mit dem Boot „Galeb“ nutzen, das allerdings nur 1x täglich zu festen Zeiten nach Dubrovnik und wieder zurückfährt. Die Preise sind mit 50 Kn./Person bzw. 70 Kn./Person dann abends noch ganz verträglich. Hat aber auch den großen Vorteil, dass das Boot sehr spät abends und damit längst außerhalb dem Fahrplan der Jadrolinija-Fähre fährt und man so in den Genuss kommt, auch mal Dubrovnik bei Nacht genießen zu können oder im Juli/August das Dubrovniker Sommerfestival (z.B. das Folklore-Ensemble Lindo – was ich sehr empfehlen kann!) zu besuchen.

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