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London > London-Transport & Fahrkarten
Die Londoner Tube oder Bahnfahren leicht gemacht
U-Bahn-Fahren in London ist im Vergleich zu anderen Städten in der Welt recht teuer. Die Metro in Paris z. B. kostet nur die Hälfte dessen, was man in London für eine Fahrkarte bezahlt. Dennoch verbringt der durchschnittliche Londoner jeden Tag 80 Minuten in der U-Bahn – d.h. eher kämpfen. Zur Rushhour sind die Züge so voll, dass man sich nur noch dann hineinquetschen kann. Umfallen kann zumindest niemand, es gibt keinen Platz dafür. "Mind the doors", sagt der Fahrer noch durch und dann beginnt eine abenteuerliche Fahrt durch die ältesten U-Bahn-Schächte der Welt.
3 Mio. Fahrgäste werden jeden Tag auf 12 Linien über 275 Stationen mit den 500 U-Bahn-Zügen befördert. Zum Teil stammt das 400 km lange Streckennetz sogar noch aus dem 19. Jh.
Angeblich gibt es täglich über 50 Störfälle, z. B. dass der Zug einfach mal für ein paar Minuten im Tunnel stecken bleibt, dennoch regt sich niemand darüber auf. Man wartet geduldig. Ab und zu muss man ausgefallene Rolltreppen und steckengebliebene Aufzüge in Kauf nehmen. Gestreikt wird auch schon mal, und ob das mit der Sicherheit auch immer mit rechten Dingen zugeht, wer weiß das schon so genau.
Dennoch bringt einen Londoner so leicht nichts aus der Ruhe. Kurzerhand wird bei einem Störfall einfach geguckt, auf welche andere Bahn man zur Arbeit ausweichen könnte. Wir haben zum Glück keinen einzigen Störfall erlebt, dennoch ist die Fahrt mit dem ziemlich scheppernden und rumpelnden Zug ein Abenteuer für sich.
Trotzdem sollte man sich die Tube auf keinen Fall entgehen lassen, denn einen dicken Pluspunkt hat sie allemal: Sie ist unglaublich schnell und hat sehr kurze Zeittakte.
Und mit dem U-Bahn-Plan, der nur auf den ersten Blick recht verwirrend aussieht, findet sich jeder in kürzester Zeit zurecht. Eine Tube Map kann man sich auch online ausdrucken: www.tfl.gov.uk.
Bus
Das Gleiche wie für die U-Bahn gilt auch für die Busse. Das Streckennetz der Busse ist sehr gut ausgebaut, die Zeittakte auch hier relativ kurz und die Fahrten flott – solange kein Stau die Straßen blockiert (zumindest zeigt das unsere Erfahrung), und die Fahrer sehr geübt darin, sich durch die engsten Straßen im Slalom an parkenden Autos vorbeizuschlängeln. Wer leicht ängstlich ist, sollte sich deshalb besser nicht auf die vordersten Plätze in der oberen Etage hinsetzen.
Es gibt etwa 5500 Busse in London, die täglich mehr als 3 Mio. Menschen befördern. Von daher ist es schon unglaublich, wie gut das System funktioniert.
In der Innenstadt halten die Busse an jeder Station, in verkehrsberuhigten Zonen oder wo weniger Passagiere zusteigen, muss man den Arm ausstrecken, um dem Fahrer zu signalisieren, dass man einsteigen möchte. Zum Aussteigen drückt man rechtzeitig ein Knöpfchen, damit der Fahrer an der gewünschten Haltestelle hält. Es empfiehlt sich allerdings, sich bereitzuhalten und zügig auszusteigen, sonst gehts schnell weiter zur nächsten Haltestelle.
Übrigens verkehren nur noch die Linie 9 und 15 mit den altehrwürdigen Doppeldeckerbussen.
Einen Busfahrplan gibt es ebenfalls unter: www.tfl.gov.uk.
Taxi (Black cabs) und Minicabs
Eine Fahrt in einem der berühmten Black Cabs, die übrigens nicht immer schwarz sind, gehört in London einfach irgendwie dazu. Allerdings sollte man in Kauf nehmen, dass so eine Fahrt in so einem Gefährt unglaublich teuer ist. Alle Taxis sind mit einem Taxameter ausgestattet und die Fahrt richtet sich nach der Fahrtzeit, was in der Innenstadt und bei dickem Verkehr sehr ins Geld gehen kann. Abends und am Wochenende ist gleich nochmal teurer.
Wenn auf dem Dach das gelbe Licht leuchtet, ist das Taxi frei. Man kann es dann auch direkt an der Straße anhalten.
So ein Black Cab ist übrigens unwahrscheinlich geräumig, obwohl es von außen gar nicht so aussieht.
Die privaten Minicabs sind zwar günstiger, man muss sie allerdings telefonisch in einer Zentrale ordern. Und man sollte aufpassen, dass man in kein unlizenziertes Minicab einsteigt und sich eine Menge Ärger einhandelt.