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Hawaii Maui - Der Vulkan Haleakala

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Vulkan Haleakala

Maui's Haus der Sonne




Vulkan

Auf
Maui gibt es eine ganz Reihe von Parks: 10 öffentliche Parks, 15 County Parks und natürlich der bekannteste, der Haleakala National Park.

Der größte Teil Mauis wird beherrscht vom
Vulkan Haleakala. Haleakala bedeutet Haus der Sonne. Die Legende besagt, daß Hina, die Mutter Maui's, sich darüber beklagte, daß ihre Wäsche nicht trocknete, weil die Sonne zu schnell über den Himmel wanderte, und so die Tage kurz und die Nächte lang waren. Der gehorsame Sohn Maui stieg sodann auf den Gipfel des Haleakala und fing mit dem Lasso die Sonne ein. Die Sonne mußte daraufhin versprechen, von nun an länger zu scheinen. Erst dann ließ er sie wieder frei.

Maui's Haleakala von oben

Der Vulkan Haleakala hat sich vor über 1 Million Jahre gebildet. Die Eruptionen vor 800 Jahren bewirkten Lavaflüsse und Aschekegel bildeten sich bis zu 1.000 ft. über dem Tal empor. Obwohl der Haleakala das letzte Mal vor 200 Jahren flüssige Lava gespuckt hat und derzeit untätig ist, so ist er dennoch aktiv.

Der Krater ist gesamt 3.055 m hoch, vom Meeresboden sogar 8.534 m. Die Gipfeldepression dieses großen Vulkans erstreckt sich über 12 km Länge und 4 km Breite und ist 915 m tief.
Man durchquert beim Durchfahren des Nationalparks 5 Vegetationszonen, die ich auf der Flora und Fauna-Seite näher beschrieben habe.

Natur

Hier wächst das so seltene Silberschwert, das fast 50 Jahre braucht, um zu blühen. Der Park ist auch die Heimat des Nationalvogel Hawaiis, der
nene. Daneben leben hier auch eine Sturmvogelart, über 70 Spezien von seltenen gefährdeten Insekten und Spezien von exotischen Vögeln, die sich nur auf Hawaii finden.
Es gibt im Nationalpark allerdings auch Störenfriede: die Wildschweine! Sie richten in den Wäldern großen Schaden an . Der National Park Service, der Staat Hawaii und das Nature Conservancy of Hawaii haben Millionen von Dollar in ein Projekt investiert, das Zäune und Barrieren gegen die Wildschweine errichtet und somit auch Vögel, Insekten und Pflanzen vor den Zerstörern schützt.

Blick über den Haleakala auf Maui

Gipfel

Einen fantastischen Ausblick über den gesamten Krater hat man vom
Pa Ka'oao (Weißer Hügel) auf 2.969 m.
Das war aber noch längst nicht alles. Es geht noch ein Stück weiter bis zum
Pu'u 'Ula'ula Summit (roter Hügel) auf 3.055 m dem höchsten Punkt auf Maui. Ein atemberaubendes Erlebnis. Man fühlt sich mit dem Himmel eins. Man steht über den Wolken, und unten liegt die Welt zu Füßen.

Man hat eine gigantische Rundum-Sicht. Bei klarem Wetter kann man sogar die beiden Gipfel des Mauna Kea und Mauna Loa auf der Nachbarinsel Big Island sehen.

Gleich daneben steht das Haleakala Observatorium, welches jedoch nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Wandern

Wer Lust hat, kann hier endlos lange Wandern. Es gibt einige sehr schöne und auch sehr lange Wanderpfade. Doch Vorsicht, die Luft über 3.000 Meter ist sehr dünn, man sollte für lange Wandertouren entsprechend fit sein.
Ebenso kann es in dieser Höhe empfindlich kalt und windig werden. Man sieht zwar hier auch Leute mit T-Shirt und kurzen Hosen rumlaufen, aber die armen Tropfe fröstelt ganz schön. Warme Kleidung und feste Schuhe sind daher angebracht. Aber man kennt das ja schließlich auch aus unseren Alpen.

Wer's gar nicht lassen kann, der kann auch beim höllischen
Cycle to the Sun-Rennen mitmachen. Eine Gipfelstürmung besonderer Art.
Wesentlich einfacher ist da schon das
bike down a volcano. Mit dem Mountain-Bike nach unten düsen. Scheint ein besonderer Spaß zu sein, denn es sind reichlich Biker unterwegs. Na, und wem das noch nicht Kick genug ist, der kann sich auf's Pferd schwingen und den Kratertrail nach unten reiten.

Ein ganz einmaliges und unvergeßliches Erlebnis ist ein Sonnenaufgang auf dem Haleakala. Dazu muß man allerdings ziemlich früh aufstehen. Ca. 2 Stunden dauert die Fahrt von Kahului bis zum Gipfel. Im Sommer beginnt der Sonnenaufgang um 5:30 h und im Winter um 6:30 h. Warme Decken nicht vergessen!

Ausflug und Route

Einen Ausflug dorthin sollte man sich also auf gar keinen Fall entgehen lassen. Die Straße hinauf, die sogenannte
Haleakala Crater Road, ist längst nicht so schlimm wie die Hana Road, obwohl auch sie recht kurvenreich ist. Aber die Straße ist vorbildlich ausgebaut und auch breit genug, selbst für Busse.
Trotzdem gilt es auch hier einige Punkte zu beachten: So z.B. sollte selbstverständlich das Auto wieder vollgetankt sein, ganz klar, daß es im gesamten Nationalpark keine Tankstelle gibt. Das kann man z.B. in
Pukalani erledigen, durch das man sowieso durchfährt.
Auch nimmt man am besten seine Brotzeit und reichlich Wasser (glaubt mir, oben am Gipfel ist man froh um jeden Schluck Wasser) wieder mit, in Pukalani kann man noch schnell ein bißchen einkaufen, oder verköstigt sich noch schnell im
Kula Sandalwoods Restaurant, denn im Nationalpark gibt es nichts. Etwas ungewohnt, weil es bei unseren Alpen ja mindestens 26 Hütten auf jedem Gipfel gibt, hier ist es anders. Und das ist eigentlich auch ganz gut so. Nur eine einsame Toilette, das ist der einzige Komfort auf dem Haleakala.

Man fährt also nach Pukalani den Haleakala Hwy. (377) und dann biegt man links ab, auf die 378 bis ganz nach oben. Die Haleakala Rd. (378) hält übrigens den Weltrekord in der größten Höhendifferenz auf die kürzeste Strecke. Der Eintritt in den Park kostet $ 10 pro Auto.
Kurz nach dem Eingang geht eine Straße links ab, die zu einem Campingplatz, Picknickplatz und dem ersten Wanderweg führt, am sog. Hosmer Grove. Man fährt jedoch weiter bis zum Park Headquarters Visitor Center auf 2.134 m. Hier kann man den ersten Stopp einlegen und im Haus eine Ausstellung besuchen, sich über die Wetter- und Wanderbedingungen informieren oder auch einen Campingplatz buchen.
Auf 2.436 m liegt der Halemau'u Trailhead, ein ziemlich langer Wanderweg, der um fast den gesamten Krater führt.
Auf 2.694 m ist der erste Aussichtspunkt, der Leleiwi Overlook. Der nächste Aussichtspunkt ist der Kalahaku Overlook, der auf 2.842 m liegt. Dann geht's nur noch nach oben, bis zum Haleakala Visitor Center auf 2.969 m. Dieser Punkt heißt auch Pa Ka'oao (weißer Hügel). Ab hier führt ebenfalls ein ziemlich langer Wanderweg rund um den Krater. Und dann geht's noch das kurze Stück hinauf bis zum Summit auf 3.055 m, dem roten Hügel. Zwischen diesen beiden Hügeln liegt noch das Magnetic Peak, auf genau 3.050 m. Das Gestein hier ist sehr eisenhaltig, was jeden Kompass verrückt macht.
Die Besucherzentren auf beiden Hügeln sind fest gebaut und mit Glasscheiben geschützt. Bei stürmischen Wetter ist man froh darüber. Zudem gibt es im Inneren anschauliche Bildtafeln und reichlich Karten, Broschüren etc.

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