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Veste Oberhaus
Eine der größten erhaltenen Burganlagen Europas thront auf dem St. Georgsberg zwischen Donau und Ilz 108 m hoch über der Stadt und beherbergt das 3000 m² große historische und kunsthistorische Oberhausmuseum mit einer vielfältigen Sammlung zur Geschichte, zu Handwerk und Gewerbe, zur Volks- und Waffenkunde, zu Salzhandel und Schifffahrt. Der Veste Oberhaus liegt die Veste Niederhaus zu Füßen, welches allerdings in Privatbesitz ist und natürlich nicht besichtigt werden kann.
Von der Terrasse der Veste Oberhaus aus hat man einen wunderbaren Panoramablick über Passau und die Flüsse Donau, Inn und Ilz mit ihren sehr unterschiedlichen Farben.
Neben dem Museum beherbergt die Veste Oberhaus auch ein Restaurant, eine Sternwarte und eine Jugendherberge.
Die Veste Oberhaus war Trutzburg und Herrschaftssitz der Fürstbischöfe. 1217 ließ Ulrich II. (Bischof Ulrich von Andechs) sein "Castrum in monte S. Georgii" errichten und zu einer repräsentativen Residenz ausbauen, die Schutz gegen alle Feinde bieten sollte.
Fünf Mal war die Veste Oberhaus während des Mittelalters bedroht und fünf Mal blieb sie siegreich. Zu betonen ist vor allem das Jahr 1298, als die Passauer Bürger es wagten, gegen den Bischof zu rebellieren. Der Bischof nahm die Stadt von seiner Residenz aus unter Beschuss und beschädigte sie so schwer, dass die Bürger schließlich aufgaben. 1367 rebellierten die Bürger wieder gegen den Bischof und eroberten dabei sogar das Niederhaus. Aber die Burg verteidigte sich unter dem kriegserfahrenen österreichischen Ritter Johan von Traun erfolgreich und die Bürger mussten wieder aufgeben.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Burganlage weiter ausgebaut, wobei bei der Restaurierung des "Schachnerbaus" an der Außenmauer eine spätgotische Fassadenbemalung sowie das prächtige Schachnerwappen und die Jahreszahl 1499 wiederentdeckt und wiederhergestellt wurde.
Aufgrund der Bedrohung durch die Türken wurde die Burg unter Bischof Urban von Trenbach (1561-1598) zu einer modernen Landesveste ausgebaut.
1805 wird die Veste Oberhaus von den Österreichern eingenommen, und Kaiser Napoleon Bonaparte nutzte die Veste als Grenzfestung gegen Österreich.
Von 1822 bis 1918 war die Veste Oberhaus als "Bastille Bayerns" als Militärstrafanstalt und Staatsgefängnis für politisch Gefangene bekannt und gefürchtet.
1932 übernahm schließlich die Stadt Passau die Burganlage und richtete das Oberhausmuseum ein.
Anschrift:
OberhausMuseum
Veste Oberhaus 125
94034 Passau
Busse fahren regelmäßig vom Rathausplatz hinauf zur Burg.
Für Autofahrer führt eine Straße von der Seite der Ilz aus hinauf zur Burg.
Zu Fuß erreicht man die Burg über einen Treppenaufgang bei der Hängebrücke, über die so genannte Ludwigsteige. Allerdings sollte man schon recht fit für die über 200 Treppen sein.
Öffnungszeiten:
MO-FR 9.00 -17.00 Uhr,
SA, SO & Feiertage 10.00 - 18.00 Uhr
Eintrittspreise:
Erwachsene 5,00 EUR
Kinder 4,00 EUR (wobei Kinder unter 6 Jahre frei sind)
Ermäßigte Preise für Gruppen, Familien und Schulklassen
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