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Venedig - Karneval in Venedig

Venedig


Karneval in Venedig

Der Tanz der Masken





Die Eröffnung

Am Sonntag, 10 Tage vor dem Beginn der Fastenzeit, geht es los. Auf dem Markusplatz versammeln sich die Leute und starren empor zu einer überdimensionalen Taube (oder auch inzwischen einer anderen Gestalt oder Form), die nach alter Tradition von der Glockenstube des Campanile zu den oberen Arkaden des Dogenpalastes gezogen wird.

Venezianische Maske
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Um 12 Uhr steigen dann die Luftballons in den Himmel und es regnet Konfetti: Der Carnevale di Venezia ist eröffnet!

An fast jeder Ecke in der Stadt findet man nun Schaubühnen, auf denen Pantomine oder Konzerte gegeben werden. Es scheint, als ob Venedig aus einer Art Dornröschenschlaf erwacht, und Vergnügungssüchtige mit den phantasievollsten Verkleidungen sich durch die engen Straßen drängen und alle Plätze bis tief in die Nacht in eine bunte Karnevalsszenerie verwandeln. Bis schließlich am Faschingsdienstag mittels eines gewaltigen Feuerwerkes der ganze Zauber ein Ende hat.

Die Geschichte

Erstmals im Jahre 1094 wurde der venezianische Karneval urkundlich erwähnt. Wie bei vielen anderen Völkern auch lag die ursprüngliche Bedeutung dieses Festes darin, nach einem langen Winter den Einzug des Frühlings zu feiern und bei den Göttern um die Rückkehr der Sonne, Fruchtbarkeit und Glück für das kommende Jahr zu bitten.

Im Christentum wurde diese Zeremonie "Carnevale" bezeichnet, was sich ableitet aus "carne vale" (= Fleisch lebe wohl) und damit die letzte Mahlzeit vor der Fastenzeit anspricht. Nach und nach entwickelte sich die Zeit vor Aschermittwoch zu Karnevalsfeiern, was im frühen Mittelalter auch dazu führte, dass das strenge Klassengefüge aufgehoben wurde und man ausgelassen feiern durfte.

Besonders der Markusplatz stand in dieser Zeit im Mittelpunkt. Hier wurden die wichtigsten Aufführungen in Anwesenheit des Dogen veranstaltet: Stierhatzen, Ochsen und Schweine geschlachtet, Schwertkämpfe ausgetragen, Akrobatik und Musik vorgeführt. Daneben gab es aufwendige Umzüge auf prächtig geschmückten Gondeln.

1797 ließ Napoleon nach dem Einzug der Franzosen in Venedig den "verrufenen Carnevale" abschaffen. Erst 200 Jahre später, im Jahre 1979 genau, erlebte der Carnevale seine Wiedergeburt, ausgelöst natürlich durch findige Veranstalter.

Venedig Masken


Die Masken


Viele der Masken entwickelten sich aus der Tradition, die bis in die römische Zeit zurückreicht. Die häufigste und wohl bekannteste Maske ist die
Bautta, eine schwarze Kapuze aus Samt oder Seide, bei der nur das Gesicht freibleibt, dazu ein Dreispitz (Tricorno) und ein langer schwarzer Mantel (Tabarro). Die eigentliche Maske dazu war weiß oder schwarz und verbarg entweder nur die obere Gesichtshälfte oder das Gesicht komplett, wobei dann Mund und Kinn durch ein Spitzentuch am unteren Rand der Maske verdeckt wurden.

Der
Domino war ein weiter Umhang ähnlich einer Mönchskutte, der den Träger völlig verbarg. Die Moretta ist eine kleine ovale Samtmaske, die nur von Frauen getragen wurde. Beliebt waren auch die Mattacini, bunte Narrenkostüme mit großen Federhüten.

Der Medico della Peste, ein grober Überwurf und ein tiefgezogener Schlapphut, der nur die Augen freiließ, und eine überlange Schnabelmaske entstand ursprünglich aus den Folgen der Pestepidemien.

Daneben gibt es noch zahlreiche bekannte Kostüme aus der Commedia dell'Arte, wie zum Beispiel
Arlecchino mit einem farbenfrohen Kostüm mit Rautenmuster sowie der einfallsreiche Diener Brighella. Das weibliche Pendant heißt Colombina und ist die schlagfertige Dienstmagd. Aus dem Hinterland Neapels stammt der Pulcinella, der den Prahlhans darstellt. Typisch auch der spitzbärtige Pantalone, der schlaue Kaufmann in roten Bundhosen, rotem Wams und schwarzem Rock. Dottore verkörpert den schwarz gekleideten Rechtsgelehrten mit Knollennase und der Capitano mit buntgestreifter Uniform, Schwert und breitkrempigem Federhut gilt als Symbol der Auflehnung gegen Fremdherrschaft und Inbegriff der Karnevalsfreiheit, einmal alles sagen und tun zu können, was man will.

Weitere Infos siehe auch hier

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