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Hawaii Maui - Die Westküste

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Die Westküste von Maui


Die Westküste ist sehr sehenswert, obwohl hier das Klima teilweise deutlich rauher ist, als in der geschützten Südküste und auch die Landschaft sich deutlich vom Süden abhebt.

Man beginnt im Süden und fährt den
Honoapiilani Highway in Richtung Norden (logisch) und trifft zuerst auf das kleine Hafenstädtchen Ma'alaea.



Ma'alaea ist meist Ausgangspunkt für Angeltouren und Schnorcheltrips. Hier steht auch das Maui Ocean Center (192 Maalaea Road, Wailuku). Ungewöhnlich und spektakulär, und das größte tropische Aquarium in der westlichen Hemisphäre. Die gesamte tropische Unterwasserwelt Mauis kann man hier besichtigen, ohne auch nur einen einzigen Tropfen Wasser abzubekommen.

Besondere Attraktion ist der Acryltunnel in einem mit 750.000 Gallonen Wasser gefüllten Tank, und durch den man hindurch gehen kann, während z.B. Haie und Rochen über einem hinweg schwimmen. Mit inzwischen $ 18 pro Nase (Stand 2001) ist der Spaß zwar recht teuer, aber das Maui Ocean Center sollte man sich nicht entgehen lassen. Es wirklich sehr schön angelegt, es gibt sehr viel zu besichtigen, mehr als 40 Aquarien, draußen und drinnen, eine Schildkröten-Lagune, in der man bei der Fütterung zuschauen kann und nebenbei noch Informationen erhält, einen "Touch-Pool", besonders interessante Erfahrung, wie sich ein Seestern oder eine Seegurke anfühlt, uvm.

Richtung Norden weiter, heißt die nächste Station
Lahaina. Hier heißt es: Auto parken, aussteigen und zu Fuß durch die Stadt schlendern. Hier gibt es viel zu sehen!

Lahaina, die kleine Hafenstadt, ist eindeutig die schönste und interessanteste Stadt. Sie gilt als die Grand Old Lady, war bis 1845 sogar Hauptstadt des Königreichs Hawaii. Die Häuser und Geschäfte in der Front-Street, gebaut im Pionier-Stil, erinnern sehr an Lahainas Vergangenheit. Hier kann man sozusagen in den Fußstapfen von Königen und Schurken durch die Straßen schlendern. Das gesamte Zentrum Lahainas steht übrigens unter Denkmalschutz.


Hier einige wichtige Sehenswürdigkeiten Lahainas:

1. Das
Baldwin Home in der Front Street ist das älteste Wohnhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert. Das Museum ist der ersten Missionarsfamilie von Reverend Dwight Baldwin gewidmet.

2. Gleich daneben wurde
Hawaiis erstes aus Korallen gebaute Haus 1827 für Reverend Richards errichtet, jedoch von Seeleuten aus Wut gegen den Missionarseifer befeuert.

3. Die
Carthaginian II gleich am Beginn des Hafens ist ein Nachbau einer Brigg aus dem 19. Jahrhundert. Heute dient es als Museum für Walfang und Walhandel.

Maui Lahaina Pioneer Inn


4. Das
Pioneer Inn gleich gegenüber wurde 1901 von einem Engländer gebaut und war bis in die späten 50er Jahre damit das erste Hotel in Lahaina. Es ist auch heute noch ein Hotel. Aber auch für ein kühles Bierchen oder einen Happen kann man sich hier genüßlich ein Päuschen in dem etwas altmodischen, aber unendlich gemütlichen grün-weiß gestrichenen Haus gönnen und dem Treiben der Touristen zugucken. Ab und zu spielt auch schon mal eine Live-Band.


5. Der
Banyan Tree gleich daneben ist mit seinen vielen Stämmen so riesengroß, daß darunter Veranstaltungen stattfinden können. Auf diesem Bild rechts ist nur ein kleiner Ausschnitt zu sehen! Der Baum ist einer der größten Bäume seiner Art auf der ganzen Welt. Er wurde im April 1873 vom Sheriff der Stadt anläßlich des 50. Jubiläums der Missionare in Lahaina gepflanzt. Damals hatte der Baum nur einen Stamm und war gerade mal 8 ft. hoch.

Maui Lahaina Banyan Tree

Mittlerweile besitzt der Baum bereits 12 Hauptstämme, die durch Luftwurzeln entstanden sind, ist über 50 ft. hoch und umspannt eine Fläche von 3000 m². Unter diesem Blätterdach finden Trödelmärkte und Festivitäten statt. Jeden Abend kommen Tausende von Mynah Vögel (Hirtenstare), um sich für die Nacht ein lauschiges Schlafplätzchen in der Baumkrone zu suchen. Ein piepsiges Spektakel.

6.
Choo-Choo - Mit der historischen kleinen Bahn der LK&PRR (Lahaina-Kaanapali & Pacific Railroad), besser bekannt unter Sugar Cain Train, kann man einen lustigen 30-Minuten-Trip durch die Zuckerrohrfelder machen. Die Fahrt geht über 6 Meilen von Lahaina bis Kaanapali.

Weiter geht es Richtung Norden. Man kommt an teuren Flecken vorbei, wie zum Beispiel
Kaanapali, welches früher als Spielplatz für die hawaiianischen Könige galt. Da ist es auch kein Wunder, daß hier 2 Championship-Golfplätze stehen, auf denen die PGA, LPGA und Senior Tour mit den berühmtesten Golfprofis ausgetragen werden. Übrigens gibt es auf Maui bereits 16 Golfplätze.

Maui's Nordseite

Dann folgen Kapalua und Napili, letzteres ist Sitz des absolut teuersten Hotels, dem Ritz Carlton, und danach wird's für normale Autos schwierig. Am besten erkundet man diese Ecke wieder mit einem Allrad-Antrieb. Nun gut, die Umrundung funktioniert auch mit einem gewöhnlichen Auto, jedoch wird es manchmal schon recht eng und die Versicherung bei Mietwagen spielt da nicht mehr mit (nichts für ungeübte Autofahrer). Hier pfeift einem der Wind ganz schön um die Ohren, aber die Wellen, die hier an die Felsen peitschen, sind grandios anzusehen.

Ebenso die Landschaft, viele Farmer sind hier angesiedelt, und man sieht viele Kühe auf saftigen Weiden grasen. Die Landschaft ist rauh, aber hat ihren besonderen Charme.

Übrigens, die kleinen Steintürmchen, die man hier neben der Straße finden kann, sind von Touristen errichtet worden, in der Hoffnung, es hätte eine besondere Bedeutung. Es gibt keine.

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